Chronik

Hotel und Gasthof Hirschen im Sepia-Look Der Hirschen gehört zu den ältesten Bauernhöfen und Gasthäusern des oberen Prechtals. Er wurde berühmt durch das Kapuzinerstüble. Nach dem 30-jährigen Krieg kamen die Kapuziner Mönche aus dem benachbarten Kloster in Haslach hierher, um die Seelsorge auszuüben. Da kein Pfarrhaus mehr am Platze war, stiegen die Kapuziner im Hirschen ab. Im 2. Stock bekamen sie eine Kammer, das Kapuzinerstüble genannt. Es war Wohn-, Schlaf-, Ess- und Arbeitszimmer der Kapuziner. Bis kurz vor dem Brande des alten Gebäudes war das Stüble in seinem ursprünglichen Zustand erhalten. Nach 1800 wurde das Kapuzinerstüble die Speckkammer des Hirschen. Neben dem Hauptgebäude steht noch die uralte Scheuer mit Keller. Im Obergeschoss befand sich in früheren Jahren der Tanzboden. In dieser sogenannten Tanzlaube wurde von 1776 bis 1787 Gottesdienst gehalten, da die Kirche baufällig war. Die Chronik bemerkt dazu: "fünf Jahre lang musste also in der Tanzlaube der Teufel Christus weichen."

Der Hirschen war früher Bauernwirtschaft. In neuester Zeit wurde er auch für den Fremdenverkehr neuzeitlich hergerichtet. Da wurde am 2. August 1954 das Jahrhunderte alte Gebälk ein Raub der Flammen. Möge über dem neuen Haus ein freundlicher Stern leuchten und Gottes Segen ihm beschieden sein.

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